Ergotherapie in Dresden


Was ist Ergotherapie?

Der Grundgedanke der Ergotherapie ist, Patienten unter therapeutischer Anleitung zur größtmöglichen Selbständigkeit im Alltag oder im Beruf zu verhelfen.

Je nach Krankheitsbild kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz.

Die Behandlungen werden vom Arzt verordnet. Bei Bedarf kann die Behandlung auch im Hausbesuch erfolgen.

 

Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie im Fachbereich Psychiatrie?

  • Stabilisierung der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung
  • Schaffung sinnvoller Alltagsstrukturen
  • Psychische Stabilisierung und Stärkung des Selbstvertrauens
  • Verbesserung der Körper- und Selbstwahrnehmung
  • Entwicklung von Eigeninitiative und Motivation
  • Verbesserung sozialer Kompetenzen
  • Steigerung der Belastbarkeit, Ausdauer, Konzentration und Merkfähigkeit
  • Interessenfindung für sinnvolle Freizeitgestaltung

In einem ausführlichen Erstgespräch werden die wichtigsten Therapieziele mit Ihnen gemeinsam erarbeitet.

Eine ergotherapeutische Behandlung kann auch sinnvoll sein, um die Wartezeit auf eine psychotherapeutische Behandlung zu überbrücken.

 

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei der Auswahl der Therapiemethode orientiere ich mich an der im Erstgespräch erarbeiteten Zielsetzung als auch den Schwierigkeiten und Einschränkungen des Patienten, die ihn im Moment am stärksten belasten. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass die Methode einen Bezug zum Alltag darstellt und der Patient im Alltag davon profitieren kann.

 

Claudia Naumann

Ergotherapeutin &
psychologische Beraterin

 

  01525 2603275

kontakt@ergotherapie-dresden.info

 

Adresse:

Frankenbergstr. 16 /

Ecke Reisewitzerstr.

01159 Dresden-Löbtau


Ein Alltagstraining beinhaltet das gezielte Training von Alltagshandlungen. Dabei führt der Patient bestimmte Handlungen wie Waschen, Anziehen, Kochen entsprechend seiner Fähigkeiten selbständig unter therapeutischer Begleitung und Anleitung durch. Weitere mögliche Handlungen die trainiert werden können sind zum Beispiel: Einkaufen, Umgang mit Geld, Telefonieren, Orientieren im Straßenverkehr, Behördengänge u.a.

Alltagshandlungen oder andere Tätigkeiten gehen leichter von der Hand, wenn sie im Tagesverlauf oder innerhalb der Woche einen festen Platz erhalten. Daher kann es sinnvoll sein, den Tag oder die Woche zu planen und sinnvoll zu strukturieren. Diese Kontinuität schafft Sicherheit und Entlastung, vor allem in Zeiten, in denen der alltägliche Tagesablauf als enorme Belastung empfunden wird. Im Rahmen der Ergotherapie können mit Hilfe von Tages/Wochenplänen entlastende Strukturen erarbeitet und gleichzeitig eine realistische Zeiteinteilung trainiert werden. Zu einer Alltagsstrukturierung gehört auch die Erarbeitung einer sinnvollen Freizeitgestaltung.

Ein Training der Körperwahrnehmung kann durch Körpermeditationen, basale Stimulationstechniken, Fantasiereisen oder durch Gestaltung eines lebensgroßen Körperbildes mit Farbe (oder anderen Materialien) erfolgen. Die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers und ein achtsamer Umgang mit diesem können die psychische Stabilisierung und das allgemeine Wohlbefinden positiv unterstützen. Auch die Wahrnehmung und das Ausdrücken von Gefühlen gehören dazu.

Durch Achtsamkeitsübungen in Form von achtsamen Atmen, Bewegen, Essen, Spazierengehen können Ruhe und Entspannung und ein „Ankommen im eigenen Körper“ erreicht werden. Achtsamkeit bedeutet, jeden Moment bewusst wahrzunehmen, ohne ihn zu bewerten. Diese Übungen wende ich oft zu Beginn einer Therapiestunde an, um dem Patienten einen sanften Einstieg in die Therapie zu ermöglichen.

Gearbeitet werden kann dabei mit Holz, Ton, Papier, Farben oder Naturmaterialien. Durch den Einsatz dieser kreativen Angebote erhält der Patient die Möglichkeit seine Gefühle, Ängste, Wünsche gestalterisch auszudrücken. Steht dabei der Gestaltungsprozess (und nicht das Endprodukt) im Vordergrund, so können emotionale Fähigkeiten gefördert werden. Der Patient lernt seine Gefühle besser wahrzunehmen, auszudrücken und erfährt eine Selbstwertstärkung durch Erfolgserlebnisse. Steht wiederum das Endprodukt und eine strukturierter Arbeitsweg im Vordergrund so erfahren Patienten Sicherheit und Struktur. Je nach Medium können so gezielt weitere Kompetenzen wie zum Beispiel Antrieb, Belastbarkeit, Frustrationstoleranz, Handlungsplanung trainiert werden.

Dieses Training beinhaltet das Üben von Situationen und Aktivitäten, in denen die Kommunikation mit anderen Menschen und ein situationsgerechtes Verhalten im Vordergrund stehen. Dieses Training kann innerhalb der Praxis als Gruppentherapie erfolgen. Im Rahmen der Einzeltherapie findet dies meist außerhalb der Praxis oder des häuslichen Bereiches statt, zum Beispiel beim Einkaufen, bei Behördengängen oder bei Freizeitaktivitäten. Dabei werden unter anderem die realistische Wahrnehmung des eigenen Verhaltens und die Fähigkeit zur Selbstreflexion geübt.

Ein Hirnleistungstraining beinhaltet verschiedene Techniken die die Aufmerksamkeit, Konzentration, Ausdauer, Belastbarkeit und das Gedächtnis trainieren. Je nach Krankheitsbild und Interessen des Patienten können diese ganz unterschiedlich aussehen: einfache Gedächtnisspiele, Knobelaufgaben, Trainingsprogramme am Computer, das Lesen/Verstehen/Umsetzen von Bedienungs- oder Bastelanleitungen. Das Hirnleistungstraining lässt sich auch gut in das Alltagtraining integrieren (z. B. beim Einkaufen: benötigte Artikel einprägen statt aufschreiben).

Die Ergotherapie in der Psychiatrie arbeitet ganzheitlich und bezieht das Umfeld des Patienten mit ein. Bei Bedarf erfolgt eine Anleitung der Angehörigen zu den Therapieinhalten als auch eine Beratung im Umgang mit dem Patienten.